FLUIDS
A HAPPENING BY ALLAN KAPROW

1967 / 2015

Di

15. Sep 2015

ASiehe Karte

Mi

16. Sep 2015

BSiehe Karte

Do

17. Sep 2015

Fr

18. Sep 2015

GSiehe Karte

Sa

19. Sep 2015

Mi

23. Sep 2015

  • 18 Uhr Podiumsdiskussion mit den beteiligten KÜNSTLERiNNEN und der Kuratorin Lisa Marei Schmidt (in englischer Sprache)
    Ort: Aktionsraum, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Mi

14. Okt 2015

  • 18 Uhr „Allan Kaprow: Warum der Erfinder des Happenings das Museum als Mausoleum betrachtete“, Dr. Eva Meyer-Hermann (Kunsthistorikerin und Ausstellungsmacherin)
    Ort: Aktionsraum, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
During six days, about five rectangular enclosures of ice blocks (measuring about 30 feet long, 10 wide and 8 high) are built throughout the city. Their walls are unbroken. They are left to melt.
Allan Kaprow, Fluids, 1967, Courtesy Allan Kaprow Estate und Hauser & Wirth, © Foto: Julian Wasser
Allan Kaprow, Fluids, 1967, Courtesy Allan Kaprow Estate und Hauser & Wirth, © Foto: Julian Wasser

Fluids. A Happening by Allan Kaprow

Anlässlich des Kooperationsprojekts STADT/BILD zeigt die Nationalgalerie Fluids. A Happening by Allan Kaprow, 1967/2015 im Berliner Stadtraum. Allan Kaprow (1927–2006) ist einer der einflussreichsten und gleichzeitig unbekanntesten Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er erfand und prägte den Begriff „Happening“, sein Werk jedoch geriet durch seine objektlose Kunstpraxis in Vergessenheit. Fluids entstand erstmals im Oktober 1967 an verschiedenen, öffentlichen Orten in Kalifornien. Mehrere rund 9 × 3 m umfassende, 2,4 m hohe Strukturen aus Eisblöcken wurden von Kaprow mit Hilfe von Freiwilligen errichtet. Nach der Erbauung wurden sie sich selbst überlassen. In ihrer Temporalität und Materialität stellt die Arbeit eine Herausforderung für das traditionelle Verständnis von Kunst im öffentlichen Raum dar.

Was bleibt von Fluids und der Aktionskunst der 1950er- und 1960er-Jahre? Wie geht man retrospektiv, neun Jahre nach dem Tod des Künstlers, mit diesem Werk der Aktionskunst um? Kaprow fand seinen eigenen Weg: „Obwohl es eine ursprüngliche Fassung von Fluids gab, existiert kein originales oder beständiges Werk. Stattdessen existiert die Idee, etwas zu tun, sowie die physische Spur dieser Idee. Wer eine Fassung von Fluids erfindet [...] kopiert nicht mein Konzept, sondern nimmt an der in meiner Arbeit zentralen Praxis der Neuerfindung teil. Die Arbeit wird fortgeführt, und mit jeder Neuerfindung vervielfältigt sich ihre Bedeutung.“

Fünf „Reinventions“ (dt. Wieder-/ Neuerfindungen) von Fluids werden während der Berlin Art Week realisiert. In Berlin lebende KünstlerInnen (Olivier Guesselé-Garai, Assaf Gruber, Antje Majewski, Agnieszka Polska und Juliane Solmsdorf; Ahmet Öğüt; Alexandra Pirici und Stadt im Regal) sind von der Nationalgalerie eingeladen, auf Allan Kaprows Aktion zu reagieren. Zusätzlich zu den vier künstlerischen Auseinandersetzungen organisiert die Nationalgalerie eine Rekonstruktion der historischen Arbeit.

Courtesy Allan Kaprow Estate and Hauser & Wirth, © Photo: Julian Wasser
Courtesy Allan Kaprow Estate and Hauser & Wirth, © Photo: Julian Wasser

Historische Version

Dienstag
15. September 2015
ab 11 Uhr

A Auf der Terrasse
der Neuen Nationalgalerie
Potsdamer Straße 50
10785 Berlin

Im Oktober 1967 befanden sich sowohl das Gebäude von Mies van der Rohe (das im Herbst 1968 eröffnet wurde) als auch Fluids im Zustand der Konstruktion. Auf der Terrasse des Museums wird das Happening in einem öffentlichen und zugleich institutionellen Raum gezeigt, frei und zu jeder Zeit zugänglich, und darüber hinaus in der Nähe von monumentalen Skulpturen aus Eisen und Stahl von Alexander Calder oder Richard Serra. Die skulpturale Form der Eisstruktur, an die geometrische Ästhetik des Minimalismus erinnernd, befindet sich im Gegensatz zu traditioneller Kunst im öffentlichen Raum in jeder Sekunde in einem aktiven Zustand der Veränderung, der Bewegung, des Schmelzens, des Verflüchtigens.

Weiterlesen ...

TeilnehmerInnen des Happenings: Karoline Baumann, Simon Beckmann, Florian Flug, Jessi Hundt, Ernst Friedrich Jünger, Claire Laude, Adrian Lohmüller, Lucas Odahara, Ketevan Ortoidze, Berenika Partum, Carmen Reina, Franziska Sander, Santiago da Silva, Sebastian Stahl, Anna Stuhlmacher, Sophie Thorak

Von Seiten der Nationalgalerie: Lutz Bertram und Oliver Lehmann (Art Handler), Ulrike Gast (Registrarin), Torsten Neitzel (Depotverwalter), Udo Kittelmann und Lisa Marei Schmidt (Kuratoren), Leah Heckel und Charlotte Sarrazin (kuratorische Assistenz)

Mit freundlicher Unterstützung von Museum&Location, dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung und KVL Bauconsult GmbH.

Alle Fotos: Courtesy Allan Kaprow Estate und Hauser & Wirth, © Photo: Thomas Bruns
 
 
 
 
 
 
 

Olivier Guesselé-Garai, Assaf Gruber, Antje Majewski, Agnieszka Polska und Juliane Solmsdorf

Mittwoch
16. September 2015
ab 10 Uhr

B Lehrter Straße / Ecke Seydlitzstraße
10557 Berlin

Das Happening findet auf einer Grünfläche an der Ecke Lehrter Straße / Seydlitzstraße statt, zehn Fußminuten vom Hauptbahnhof, neben Einrichtungen der Berliner Stadtmission – einem Flüchtlingsheim, Übergangswohnungen für ehemalige Strafgefangene, einer Wärmestube und einem Jugendgästehaus –, Kleingärten, Hotels, Wohnhäusern und dem Historischen Gefängnispark. An diesem Ort „zeichnen“ die KünstlerInnen die Dimension der Eisblockstruktur im Raum nach und füllen diese Form mit allerlei nützlichen Objekten wie Pflanzen, Büchern, Kleidung etc. ganz im Sinne von Allan Kaprow, der bereits 1958 über neue Materialien in der Kunst schrieb: „Objects of every sort are materials for the new art: paint, chairs, food, electric and neon lights, smoke, water, old socks, a dog, movies, a thousand other things that will be discovered by the present generation of artists.”

Weiterlesen ...

Olivier Guesselé-Garai (*1976 in Paris, lebt und arbeitet in Berlin), Assaf Gruber (*1980 in Jerusalem, lebt und arbeitet in Berlin), Antje Majewski (*1968 in Marl, lebt und arbeitet in Berlin und Himmelpfort), Agnieszka Polska (*1985 in Lublin, lebt und arbeitet in Berlin und Amsterdam) und Juliane Solmsdorf (*1977 in Berlin, lebt und arbeitet in Berlin)

Mit freundlicher Unterstützung von

Alle Fotos: Courtesy Allan Kaprow Estate und Hauser & Wirth, © Photo: Thomas Bruns
 
 
 
 
 
 
 
 

Stadt im Regal

Donnerstag
17. September 2015
ab 12 Uhr

C Vor der Neuen Nationalgalerie
Potsdamer Straße 50
10785 Berlin

D Schiffbauerdamm 15–18
10117 Berlin

E Leipziger Platz
10117 Berlin

F Parkdeck
Bahnhof Südkreuz
12101 Berlin

Fahrradtour
Sonntag
20. September 2015
Beginn: 14 Uhr
Start: Schiffbauerdamm 15–18

STADT IM REGAL verknüpfen ihre Reaktion auf Fluids mit einem in Berlin allgegenwärtigen Objekt: dem Bauschild. An vier Orten der Stadt setzen, ab dem 17. September 2015, die von dem Kollektiv gestalteten Bauschilder ein Moment der Imagination in Bezug auf den jeweiligen Ort und seine Geschichte frei. Im Sinne von Lawrence Weiners konzeptueller Declaration of Intent (1968) folgen die KünstlerInnen dem Aufruf: „The piece need not be built.“

Weiterlesen ...

Tina Born (*1963 Frankfurt am Main, lebt und arbeitet Berlin), Ursula Döbereiner (*1963 München, lebt und arbeitet in Berlin), Antje Dorn (*1964 Aachen, lebt und arbeitet in Berlin), Kerstin Drechsel (*1966 Reinbek, lebt und arbeitet in Berlin), Friederike Feldmann (*1962 Bielefeld, lebt und arbeitet in Berlin), Heike Klussmann (*1968 Saarbrücken, lebt und arbeitet in Berlin), Birgit Schlieps (*1966 Stuttgart, lebt und arbeitet in Berlin), Katharina Schmidt (*1960 Witten, lebt und arbeitet in Berlin und Toulouse), Markus Strieder (*1963; lebt und arbeitet in Berlin)

Mit freundlicher Unterstützung von DB BahnPark GmbH und Wegas Werbung.

 
Alle Fotos: Courtesy Allan Kaprow Estate und Hauser & Wirth, © Photo: Thomas Bruns
 
 
 
 
 
 
 

Alexandra Pirici

Freitag
18. September 2015
ab 12 Uhr

G Potsdamer Platz
10785 Berlin

Eine Gruppe von rund 70 Performern wird auf dem Potsdamer Platz einen Raum einnehmen, der die Dimensionen der historischen Eisstruktur aufweist. Wie in Kaprows Aktion entsteht dabei ein vergängliches Monument und ein Moment der Kollektivität durch körperliche Arbeit, in der das Bestehen der Struktur abhängig ist von der Erschöpfung der Teilnehmer.

Weiterlesen ...

Alexandra Pirici (*1982 in Bukarest, lebt und arbeitet in Bukarest und Berlin)

Alle Fotos: Courtesy Allan Kaprow Estate und Hauser & Wirth, © Photo: Thomas Bruns
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ahmet Öğüt

Samstag
19. September 2015
ab 12 Uhr

H abc – art berlin contemporary
Luckenwalder Strasse 4—6
10963 Berlin

I Alte Nationalgalerie
Bodestraße 1–3
10178 Berlin

J Berlinische Galerie
Alte Jakobstr. 124–128
10969 Berlin

K Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
Invalidenstr. 50–51
10557 Berlin

L Deutsche Bank KunstHalle
Unter den Linden 13–15
10117 Berlin

M neue Gesellschaft für bildende Kunst
Oranienstraße 25
10999 Berlin

N KW Institute for Contemporary Art
Auguststr. 69
10117 Berlin

O Savvy Contemporary
Richardstraße 20
12043 Berlin

P Edition Block GmbH
Pragerstraße 5
10779 Berlin

Ahmet Öğüt nähert sich Kaprows Fluids über das Material Eis und seinen Transformationsprozess und untersucht dessen physikalischen und ökonomischen Kreislauf. Das Bild von schmelzendem Eis hat sich, in Zeiten der Klimaerwärmung, grotesk verändert. Öğüt thematisiert wie das Ausgangsmaterial von Kaprows Happening nach dessen Ende weiterzirkuliert.

Read more ...

Ahmet Öğüt (*1981 in Diyarbakir, lebt und arbeitet in Amsterdam, Berlin und Istanbul)

Mit freundlicher Unterstützung von abc – art berlin contemporary, Berlinische Galerie, Kunsthalle Deutsche Bank, neue Gesellschaft für bildende Kunst, KW Institute for Contemporary Art und Savvy Contemporary e.V.

Alle Fotos: Courtesy Allan Kaprow Estate und Hauser & Wirth, © Photo: Thomas Bruns
 
 
 
 
 
 
 

STADT/BILD

Zum zweiten Mal eröffnen im Herbst vier der führenden Berliner Institutionen, Berlinische Galerie, Deutsche Bank KunstHalle, KW Institute for Contemporary Art, Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin, gemeinsam und unter einem thematischen Dach ihre Ausstellungen. Das vom Senat initiierte und geförderte Projekt bildet mit seinen Eröffnungen den Auftakt der Berlin Art Week 2015.

STADT/BILD nähert sich dem Themenkomplex „Stadt“ aus verschiedenen Blickwinkeln. Es werden Strukturen und Prozesse der Institution Museum, bauliche Entwicklungen sowie soziale, ästhetische und kulturelle Aspekte untersucht. Die Grenzen zwischen Öffentlichem und Privatem sowie Stadtraum werden ausgelotet, Fragen der Partizipation und Gemeinschaft thematisiert.

Weitere Informationen zum Projekt unter: stadt-bild.berlin

Kontakt

Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof
– Museum für Gegenwart – Berlin
Invalidenstraße 50 – 51
10557 Berlin
www.smb.museum/hbf
Tel.: +49 (0)30 39 78 34 11
hbf@smb.spk-berlin.de

Information / Beratung:

Tel.: +49 (0)30 266 42 42 42 (Mo – Fr 9 – 16 Uhr)
Fax: +49 (0)30 266 42 22 90
service@smb.museum

Pressekontakt Nationalgalerie:

Sarah Kaes, Pressereferentin Nationalgalerie
Tel.: +49 (0)30 39 78 34 17
s.kaes@smb.spk-berlin.de

Impressum